3. Utopie

„Die Einrichtung der Wahrheit ins Werk ist das Hervorbringen eines solchen Seienden, das vordem noch nicht war und nachmals nie mehr werden wird.“

(Heidegger, Martin: Der Ursprung des Kunstwerks. Reclam 1960ff, S. 62.)

fold along this lineTitel: fold along this line, copyright jo richter, 2013

Das kreative Andere, Diverse, Eigentliche, das jeder Mensch, jedes Wesen und jeder Prozess in die Gemeinschaft einbringt, betrachte ich als wertvoll, so verstörend es in der ersten Begegnung wirken mag.  P.L. Dunbar  schreibt in „Accountability“: „But we all fits into places dat no othah ones could fill […]“

morgentitel: morgen, copyright jo richter, 2014

Utopien sind ortlos – das ist ihr Name – aber ohne Utopien wäre jeder Ort bedeutungslos, es sei denn als das, was er an sich ist – und nicht für Menschen. Das Mittel, Eigentliches anzuerkennen, ist zwangsläufig selbst ein eigentliches, nahes, synästhetisches, poetisches. „Die Wahrheit“ Heideggers ist viel zu groß, gewaltig, ausweglos und erlebensfremd gedacht – und ich wünschte mir, er hätte „dieser Wahrheit“ geschrieben. Wäre das nicht „Lichtung“ genug?

kanteII.jpg

titel: kante, jo richter, 2017

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